Mit einem dynamischen Stromtarif können Sie auf Preisschwankungen am Spotmarkt reagieren: Verschieben Sie Ihren Verbrauch gezielt in preisgünstige Zeiträume und reduzieren Sie so Ihre Stromkosten. Voraussetzung dafür ist ein Smart Meter.
Transparente Börsenpreise
Die Strompreise orientieren sich am Spotmarkt und werden jeweils für den nächsten Tag im Voraus veröffentlicht.
Monatliche
Abrechnung
Die Abrechnung erfolgt monatlich auf Basis des tatsächlich angefallenen Stromverbrauchs.
Planbare Preisinformationen
Die Preisentwicklung ist im Voraus einsehbar und ermöglicht eine gezielte Planung des Stromverbrauchs.
Geeignet für flexible Haushalte
Ein dynamischer Stromtarif ist besonders geeignet für Haushalte mit zeitlich steuerbaren Verbrauchern wie Elektrofahrzeugen oder Wärmepumpen.
Tarifabschluss nur mit Smart Meter (iMSys) möglich
Für einen dynamischen Stromtarif benötigen Sie ein Smart Meter (intelligentes Messsystem, kurz: iMSys).
Voraussetzung für die Nutzung eines dynamischen Stromtarifs ist ein intelligentes Messsystem (iMSys) nach § 2 Nr. 7 des Messstellenbetriebsgesetzes, das durch den für Sie zuständigen Messstellenbetreiber installiert und in Betrieb genommen wird. Zusätzlich ist eine entsprechende Konfiguration des intelligenten Messsystems auf den Tarifanwendungsfall 7 (“Taf 7“) notwendig. Der Lieferant stimmt mit dem Messstellenbetreiber ab, dass dieser eine entsprechende Konfiguration vornimmt, soweit diese noch nicht eingestellt ist; dies kann einige Wochen dauern.
Wenn Sie noch kein intelligentes Messsystem haben, wenden Sie sich an Ihren zuständigen Messstellenbetreiber. Das ist in der Regel der örtlich zuständige Netzbetreiber, wenn Sie niemand anderen damit beauftragt haben.
Sollten Sie ein iMSys besitzen, der Messstellenbetreiber aber nicht die Viertelstundenwerte übermitteln, werden Sie nach unserem Übergangspreis (siehe AGB § 4 Abs. 3 und 4 ) abgerechnet.
Die Voraussetzung ist, dass der Messstellenbetreiber mithilfe des intelligenten Messsystems die Verbrauchswerte an der Lieferstelle pro Viertelstunde erfasst und diese dem Lieferanten mitteilt. Dies erfordert eine entsprechende Konfiguration des intelligenten Messsystems. Dies kann einige Wochen dauern, wenn die Konfiguration noch nicht erfolgt ist. Sie müssen sich um nichts kümmern. Das übernehmen wir und informieren Sie, sobald dies erledigt ist. Bis dahin gilt der sogenannte Übergangs-Verbrauchspreis „Beschaffung“. Erst danach beginnt die viertelstundenweise Auswertung des Verbrauchspreises „Spotmarkt-Beschaffung“.
Zurzeit werden die Strompreise insbesondere von folgenden Faktoren stark beeinflusst:
- Die Abhängigkeit von anderen Rohstoffen
- Erneuerbare Energien liefern saisonal bedingt weniger Strom
- Steigender Preis von Verschmutzungszertifikaten
Darüber hinaus gibt es weitere Bestandteile, die Einfluss auf den Strompreis haben: Netz- und Messentgelte, staatlich veranlasste Steuern, Abgaben, Umlagen und Mehrbelastungen. Diese Bestandteile werden marktunabhängig für alle Energieversorger in Deutschland bindend festgelegt. Lieferanten können diese Kostenbestandteile nicht beeinflussen. Ausführliche Informationen haben wir für Sie unter www.vattenfall.de/energiekosten zusammengestellt.
Bei einem dynamischen Tarif richtet sich der Strompreis pro Kilowattstunde nach dem aktuellen Börsenpreis zum Zeitpunkt Ihres Verbrauchs.
Ihre Chancen
- Günstige Marktpreise nutzen: Wer Strom in Zeiten niedriger Börsenpreise verbraucht, kann deutlich sparen.
- Flexibilität zahlt sich aus: Je besser Sie den Einsatz energieintensiver Geräte steuern, desto höher Ihr Einsparpotenzial.
- Transparenz: Die Börsenstrompreise werden klar dargestellt, sodass Sie Ihren Verbrauch gezielt in preisgünstige Zeitfenster legen können.
- Monatliche Abrechnung: Sie zahlen nach tatsächlichem Verbrauch.
- Netzentlastung: Ihr flexibles Verhalten unterstützt die Stabilität des Stromnetzes.
Mehr Informationen zur Entwicklung der Börsenstrompreise finden Sie unter den aktuellen Börsenpreisen.
Ihre Risiken
- Preisschwankungen: Börsenstrompreise können kurzfristig stark variieren. Hoher Verbrauch in teuren Zeitfenstern kann Ihre Stromkosten deutlich erhöhen.
- Planungsaufwand: Für maximale Ersparnis ist eine tägliche Verbrauchsplanung erforderlich.
- Eingeschränkte Flexibilität: Nicht alle Geräte lassen sich in günstige Zeiten verschieben.
- Zusatzkosten: Für die Nutzung ist ein intelligentes Messsystem erforderlich, das höhere Zählerkosten verursachen kann.
Vorteile
- Transparente Kosten
- Direkter Nutzen von niedrigen Börsenpreisen
- Optimierter Eigenverbrauch
- Möglichkeit, von negativen Preisen zu profitieren
- Keine Risikoaufschläge
- Strompreisschwankungen werden genutzt
- Beitrag zur Entlastung des Stromnetzes
- Besonders attraktiv für Solaranlagen, Warmwasserspeicher und Elektrofahrzeuge
Nachteile
- Zeitaufwand für tägliche Stromverbrauchsplanung
- Auch hohe Börsenpreisen werden direkt weitergegeben
- Basisverbrauch ist auch in Spot- Hochpreiszeiten notwendig
- Höhere Zählerkosten für intelligentes Messsystem
- Sie haben schon ein intelligentes Messsystem
- Sie haben ein großes Interesse am Stromhandel
- Sie möchten mehr Flexibilität für Ihren Verbrauch
- Sie haben ein Elektrofahrzeug oder einen Stromspeicher
- Sie haben ein großes Interesse an Smart Home-Lösungen
Welcher dynamischer Stromtarif passt zu mir?
Je nach Tarifmodell unterscheiden sich Preisgestaltung, Flexibilität und Absicherung.
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Dynamischer Tarif |
Dynamischer Tarif mit Limit |
Ökostrom Tarif |
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Strom aus |
100 % erneuerbare Energien |
100 % erneuerbare Energien |
100 % erneuerbare Energien |
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Börsenpreis-Weitergabe |
Ja, direkte Weitergabe des Börsenpreises |
Ja, Weitergabe der Börsenpreise bis zur Preisobergrenze |
Nein, fester Preis |
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Preisschwankungen |
Möglich |
Möglich, nach oben begrenzt |
Keine |
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Preissicherheit |
Gering |
Mittel |
Hoch |
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Einsparmöglichkeit |
Hoch – Nutzung niedriger und negativer Preise möglich |
Hoch – Nutzung niedriger und negativer Preise möglich |
Keine |
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Monatliche |
Ja, nach Verbrauch |
Ja, nach Verbrauch |
Nein, fester Abschlag und Jahresabrechnung |
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Technische Voraussetzung |
Smart Meter erforderlich |
Smart Meter erforderlich |
Keine |

Dynamischer Stromtarif mit Wärmepumpe & E-Auto
Carsten Gerasch, leitender Produktmanager von Vattenfall, berichtet was ein dynamischer Stromtarif für seinen Alltag mit Wärmepumpe und E-Auto bedeutet.

Dynamischer Stromtarif mit PV, Stromspeicher, Wallbox & E-Auto
Nicole teilt ihre Erfahrungen mit einem dynamischen Stromtarif, den sie für ihre Kombination aus PV-Anlage, Stromspeicher, Wallbox und E-Auto nutzt.
Fragen & Antworten zum dynamischen Stromtarif
Allgemeines Messeinrichtungen Preiszusammensetzung Dynamischer Stromtarif mit Limit
Der Preis des dynamischen Stromtarifs setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen:
- Grundpreis
- Verbrauchspreis für externe regulierte Kosten, wie z.B. Netzentgelte, Entgelt für den Messstellenbetrieb, Umlagen, Stromsteuer
- Spotmarktpreis
Verbrauchspreis + Spotmarktpreis + Grundpreis = Stromkosten gesamt
Mithilfe des dynamischen Tarifs soll der Stromverbrauch auf die Zeiten mit niedrigen Börsenpreisen (genauer gesagt: den an der Energiebörse EPEX Spot veröffentlichten Börsenpreise) verlagert werden. Diese veröffentlichten Börsenpreise finden Sie jeweils für den Folgetag auf der Webseite der EPEX Spot, zusätzlich zeigen wir Ihnen diese Preise einen Tag im Voraus an. Ausschließlich der Spotmarktpreis ist ein variabler Preisbestandteil. Der Spotmarktpreis ist nicht gleichbedeutend mit dem Börsenpreis. Der Spotmarktpreis bestimmt sich im Nachhinein aus der Summe aus dem Verbrauch des Kunden für jede einzelne Viertelstunde im Liefermonat multipliziert mit dem Börsenpreis für die betreffende Viertelstunde, wobei die Summe durch den Gesamtverbrauch im jeweiligen Liefermonat geteilt wird.
Wenn der veröffentlichte Börsenpreis aufgrund eines hohen Stromangebotes an der Börse niedrig ist, können Sie Ihren Strom vorwiegend in diese kostengünstigen Zeiten verbrauchen, um Kosten zu sparen.
Ein dynamischer Stromtarif eignet sich, wenn Sie Ihren Stromverbrauch flexibel steuern können und möglichst stark von günstigen Börsenpreisen profitieren möchten – dabei tragen Sie jedoch auch das Risiko höherer Preise. Ein dynamischer Stromtarif mit Limit ist die passende Wahl, wenn Sie ebenfalls von Preisschwankungen profitieren wollen, gleichzeitig aber eine Absicherung gegen hohe Preise wünschen und mehr Planbarkeit bevorzugen.
Das intelligente Messsystem misst Ihren Verbrauch alle 15 Minuten. Einmal täglich werden diese gesammelten Daten direkt und sicher übermittelt an: Ihren Energieversorger, Ihren Verteilungs- und Übertragungsnetzbetreiber sowie Messstellenbetreiber und gegebenenfalls weitere von Ihnen selbst autorisierte Stellen.
Einen Tag im Voraus erhalten Sie von uns eine transparente Übersicht über die Börsenpreise des nächsten Tages. So können Sie Ihren Stromverbrauch effektiv und für Sie individuell kostengünstig planen.
- Sie haben schon ein intelligentes Messsystem
- Sie haben ein großes Interesse am Stromhandel
- Sie möchten mehr Flexibilität für Ihren Verbrauch
- Sie haben ein Elektrofahrzeug oder einen Stromspeicher
- Sie haben ein großes Interesse an Smart Home-Lösungen
Kurz gesagt:
Nach dem Wechsel werden Sie wie gewohnt mit Strom beliefert – mit dem Unterschied, dass Sie Preise transparent verfolgen und Ihren Verbrauch aktiv steuern können.
Im Detail:
- Bestätigung & Starttermin
Sie erhalten eine Vertragsbestätigung. Die Belieferung startet zum vereinbarten Termin – meist nach Ende Ihres bisherigen Vertrags. - Technische Voraussetzung prüfen
Für den Abschluss des dynamischen Stromtarifs benötigen Sie ein intelligentes Messsystem (Smart Meter).
Falls noch nicht vorhanden, wenden Sie sich bitte an Ihren Messstellenbetreiber. - Börsenpreise
Die viertelstündlichen Strompreise werden täglich im Voraus bereitgestellt. Sie können diese z. B. im Kundenportal oder auf unserer Website einsehen. - Verbrauchs-Visualisierung
Ihre tatsächlichen Verbrauchswerte können Sie nach Belieferungsstart im Vattenfall Kundenportal unter „Verbrauch & Kosten“ einsehen. Am letzten Tag im Monat ist dort auch Ihre Einzelkostenabrechnung mit Ihrer individuellen Aufschlüsselung verfügbar. - Preisalarm nutzen
Melden Sie sich gern für den Preisalarm an. Diesen finden Sie im Kundenportal unter „Persönliche Daten“.
Sie werden automatisch per E‑Mail informiert, wenn der Strompreis zeitweise ungewöhnlich hoch oder niedrig ist. - Abrechnung
Die Abrechnung erfolgt auf Basis Ihres tatsächlichen Verbrauchs zu den jeweils gültigen Preisen. Für die monatliche Abrechnung sind Viertelstündliche Verbrauchswerte notwendig. Die Grundlage dafür ist die Bereitstellung der entsprechenden Werte vom Messstellenbetreiber.
Ein intelligentes Messsystem ist ein digitaler Zähler bzw. eine moderne Messeinrichtung, die mit einer Kommunikationseinheit ausgestattet ist. Über die Kommunikationseinheit, das sogenannte Smart-Meter Gateway, werden die Verbrauchsdaten regelmäßig fernausgelesen. Die Kommunikationseinheit überträgt die ermittelten Daten an die berechtigten Marktteilnehmer, hauptsächlich Messstellenbetreiber, Verteilungs- und Übertragungsnetzbetreiber sowie Stromlieferant.
Schauen Sie einfach auf Ihren Zähler. Das Smart Meter Gateway wird immer an diesem angebracht.
Nähere Informationen zu den technischen Details finden Sie auf der Website Ihres Messstellenbetreibers, in der Regel ist das Ihr Netzbetreiber. Weitere Informationen finden Sie hier (https://www.vattenfall.de/infowelt-energie/strom-ratgeber/messeinrichtungen-und-messsysteme-erkennen).
Ja. Sie können ab 2025 den Einbau eines intelligenten Messsystems vom grundzuständigen Messstellenbetreiber auf eigene Kosten gegen ein angemessenes, einmaliges Entgelt verlangen. Das Gesetz stellt im Hinblick auf die Höhe des Entgelts eine Vermutung auf, dass sie jedenfalls dann angemessen ist, solange ein Betrag in Höhe von 100 Euro nicht überschritten wird. Der Messstellenbetreiber kann bei tatsächlich höheren Kosten auch ein höheres (einmaliges) Entgelt verlangen, muss dieses allerdings gesondert begründen, vgl. § 35 Abs. 1 Satz 1 und Satz 2 Nr. 1 MsbG.
Nach Einbau gelten die allgemeinen, jährlichen Preisobergrenzen (§ 30 MsbG).
Gesetzlich besteht auch die Möglichkeit, einen Drittanbieter zu beauftragen, der Sie mit einem intelligenten Messsystem ausstattet und dies für Sie betreibt. Achten Sie darauf, dass der Drittanbieter über ein gültiges BSI Zertifikat für seine Aufgabe als Smart-Meter-Gateway-Administrator verfügt.
Quelle: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/Energie/Metering/_faq/Kosten_table.html
Grundsätzlich gilt: Sofern eine Pflicht zum Einbau eines iMSys vorliegt (dies hängt von Ihrem persönlichen Jahresverbrauch sowie das Vorhandensein von steuerbaren Anlageklassen ab; Näheres dazu finden Sie auf der Seite Ihres örtlichen Messstellenbetreibers), gelten Preisobergrenzen (POG). Diese POG orientieren sich am Jahresverbrauch Ihres Haushaltes. Mehr dazu finden Sie hier. Es gelten von der Bundesnetzagentur festgelegte jährliche Preisobergrenzen:
Moderne Messeinrichtung: Einbau und Betrieb
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Preisobergrenzen |
Verbraucherinnen und Verbraucher |
Erzeuger |
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25 |
Verbrauchsunabhängig |
Leistungsabhängig |
Maximal 25 Euro/Jahr darf Ihnen der Messstellenbetreiber unabhängig vom Jahresverbrauch für eine moderne Messeinrichtung in Rechnung stellen.
Intelligentes Messsystem (Pflichteinbau)
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Preisobergrenzen |
Verbraucherinnen und Verbraucher |
Erzeuger |
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40 |
mehr als 6.000 bis 10.0000 |
-- |
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50 |
Steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG |
bis einschl. 15 |
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50 |
mehr als 10.000 bis 20.000 |
-- |
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110 |
mehr als 20.000 bis 50.000 |
> 15 bis 25 |
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140 |
mehr als 50.000 bis 100.000 |
> 25 bis 100 |
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Angemessen |
mehr als 100.000 |
> 100 |
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50 |
Einbau und Betrieb einer Steuerungseinrichtung |
Einbau und Betrieb einer Steuerungseinrichtung |
Entscheidet der grundzuständige Messstellenbetreiber, über den Pflichteinbau hinaus auch bei niedrigeren Jahresverbrauchsgruppen intelligente Messsysteme einzusetzen (optionaler Einbau), liegen die Kosten bei 30 Euro pro Jahr.
Die Kosten für den Einbau und den Betrieb aller Messeinrichtungen trägt die verbrauchende Person bzw. der Anlagenbetreiber.
Quelle: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/Energie/Metering/_faq/Kosten_table.html
Der zu zahlende Strompreis für den dynamischen Stromtarif setzt sich aus den folgenden drei Preisbestandteilen zusammen: Grundpreis, Spotmarktpreis, Verbrauchspreis. Die Höhe des Grundpreises und des Verbrauchspreises werden bei Vertragsschluss vereinbart.
Der Spotmarktpreis ist nicht gleichbedeutend mit dem Börsenpreis. Der Spotmarktpreis bestimmt sich im Nachhinein als einheitlicher, mengengewichteter Durchschnittspreis des jeweiligen Liefermonats, der sich aus der Summe aus dem Verbrauch des Kunden für jede einzelne Viertelstunde im Liefermonat multipliziert mit dem Börsenpreis (genauer gesagt: an der Energiebörse EPEX Spotmarkt veröffentlichten Börsenpreis) für die betreffende Viertelstunde ergibt, wobei die Summe durch den Gesamtverbrauch im jeweiligen Liefermonat geteilt wird.
Als veröffentlichter Börsenpreis gilt der an der Energiebörse EPEX Spot am Vortag für die betreffende Lieferviertelstunde des betreffenden Liefertages veröffentlichte Preis für das Produkt „Index Price - Auction - Day Ahead - 15min. - Market Area DE-LU“.
Voraussetzung für die Belieferung ist, dass die Lieferstelle mit einem intelligenten Messsystem (iMSys) ausgestattet ist und das intelligente Messsystems so konfiguriert ist, dass es die Verbrauchswerte an der Lieferstelle pro Viertelstunde erfasst und automatisiert mitteilt. Der Lieferant stimmt mit dem Messstellenbetreiber ab, dass dieser eine entsprechende Konfiguration vornimmt, soweit diese noch nicht eingestellt ist; dies kann einige Wochen dauern. Bis zu dem Monat, der auf die Konfiguration folgt, ersetzt der sog. Übergangspreis den Spotmarktpreis. Die Höhe des Übergangspreises entspricht dem ungewichteten Durchschnittspreis des veröffentlichten Börsenpreis des betreffenden Liefermonats. Nähere Informationen finden Sie in § 4 Abs. 3 und 4 unserer AGB.
Spotmarktpreis und Übergangspreis werden anhand der auf der Energiebörse EPEX Spot veröffentlichten Preise bestimmt und verstehen sich zuzüglich Umsatzsteuer. Im Grundpreis und im Verbrauchspreis ist die Umsatzsteuer bereits enthalten.
Strom wird grundsätzlich an der Börse gehandelt, in Europa der EPEX-Spot, wo Anbieter und Produzenten ihren Strom kaufen und verkaufen. Vergleichbar mit dem Aktienmarkt wird der Preis durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Der Strompreis ist also besonders niedrig, wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt.
Aufgrund des steigenden Anteils an erneuerbaren Energien kommt es sogar immer häufiger zu negativen Preisen. Bei diesen Anlagen ist die Energieproduktion stark zeit- und wetterabhängig.
Der Strompreis der dynamischen Tarife richtet sich letztendlich nach diesen Schwankungen. Weitere Informationen zur Strompreisbildung erhalten Sie auch auf unserer Vattenfall Informationsseite.
Der Börsenpreis ist der Preis, zu dem Strom auf dem Großhandelsmarkt gehandelt wird, dieser ist nicht gleichbedeutend mit dem Spotmarktpreis. Er wird an der Energiebörse EPEX Spotmarkt veröffentlicht als Börsenpreis für die betreffende Viertelstunde.
Bei einem dynamischen Tarif gibt es keine monatlichen Abschlagszahlungen und auch keine Jahresrechnung. Sie zahlen jeden Monat nur die Energie, die Sie verbraucht haben.
Das hängt sehr davon ab, wie häufig Sie Ihren Verbrauch in die günstigen Zeiten verschieben können und in welcher Höhe.
Es gibt keine Garantie, dass ein dynamischer Tarif günstiger ist als ein Stromtarif mit einem festen Verbrauchspreis. Grund dafür ist, dass der Marktpreis von vielen Faktoren bestimmt wird, wie zum Beispiel vom Angebot- und Nachfrageverhältnis, der Verfügbarkeit von (grünen) Energiequellen oder saisonalen Gegebenheiten wie Ressourcenknappheit oder politischen Einflüssen. Welche Faktoren sich preissteigernd oder -senkend auswirken, können Sie unter www.vattenfall.de/energiekosten nachlesen. Es gibt keine Preisgarantien bei einem dynamischen Tarif.
Die EPEX Spot Day-Ahead wird im Viertelstundentakt berechnet. Das bedeutet: Ihre Verbrauchsdaten aus dem intelligenten Messsystem (iMSys) werden direkt mit den passenden Viertelstunden-Börsenpreisen abgeglichen.
- Sie haben schon ein intelligentes Messsystem.
- Sie möchten von den Vorzügen der Strombörse profitieren und dennoch das Risiko minimieren.
- Sie möchten die Kosten für Ihren Verbrauch optimieren.
- Sie haben steuerbare energieintensive Geräte wie zum Beispiel ein Elektrofahrzeug oder einen Stromspeicher.
- Sie haben ein großes Interesse an Smart-Home-Lösungen und Energiemanagement-Systemen.
Das Höchstpreislimit greift, sobald der Börsenpreis über das, bei Vertragsabschluss vereinbarte, Höchstpreislimit steigt.
Sie zahlen nie mehr, als den festgelegten Preis, egal wie hoch die Börsenpreise ausfallen.
Sobald der Börsenpreis über ein bei Ihrem Vertragsabschluss vereinbartes Preislimit steigt, wird der Preis für Ihren in dieser Zeit verbrauchten Strom genau auf diesen Wert begrenzt.
Vorteile:
-
Profitieren Sie von niedrigen Börsenpreisen
-
Durch transparente Darstellung der Börsenpreise am Vortag, können Sie Ihren Verbrauch in preisgünstige Zeiten legen
-
In Zeiten mit besonders hohen Preisen sorgt ein festgelegtes Preislimit für Sicherheit
-
Ihr bewusst gesteuerter Verbrauch fördert erneuerbare Energien und erhält die Netzstabilität
Nachteile:
-
Zeitaufwand für tägliche Stromverbrauchsplanung
-
Nicht alle Verbräuche lassen sich in günstige Zeiten verlagern
-
Höhere Zählerkosten für intelligentes Messsystem
Beim dynamischen Tarif gibt es keinen festen Verbrauchspreis. Ein Teil des Preises hängt vom aktuellen Börsenpreis ab, so können Sie bei niedrigen Marktpreisen sparen. Steigen die Preise, schützt ein Preislimit vor zu hohen Kosten. Es lohnt sich, den Stromverbrauch möglichst auf günstige Zeiten zu legen. Das ist zum Beispiel bei Spülmaschine, Waschmaschine oder Trockner ganz einfach möglich. Besonders attraktiv ist der Tarif für Solaranlagen, Warmwasserspeicher und Elektroautos. Informationen zum Stromverbrauch verschiedener Geräte finden Sie auf der BDEW -Website.
Der Preis des Tarifes Dynamik Limit setzt sich genauso zusammen wie der Preis des Tarifes Dynamik. Die drei Bestandteile dieser Tarife sind: Grundpreis, Spotmarktpreis, Verbrauchspreis. Die Höhe des Grundpreises und des Verbrauchspreises werden bei Vertragsschluss vereinbart. Der Spotmarktpreis richtet sich nach dem Strommarkt und wird monatlich neu berechnet. Er ist ein gewichteter Durchschnittswert und ergibt sich aus dem Stromverbrauch in jeder Viertelstunde eines Monats und dem jeweiligen Marktpreis für diese Viertelstunde.
Beim Dynamik Limit ist der Spotmarktpreis durch ein Höchstpreislimit abgesichert.
Voraussetzung für die Belieferung in einem dynamischen Tarif ist, dass die Lieferstelle mit einem intelligenten Messsystem (iMSys) ausgestattet ist. Für die viertelstündige Erfassung und Übermittlung des Verbrauches ist eine entsprechende Konfiguration durch den Messstellenbetreiber erforderlich. Ist diese noch nicht erfolgt, wird statt des Spotmarktpreises ein sogenannter Übergangspreis angewendet. Die Höhe des Übergangspreises entspricht dem ungewichteten Durchschnitt des Marktpreises im jeweiligen Liefermonat.
Spotmarktpreis und Übergangspreis verstehen sich zuzüglich Umsatzsteuer. Im Grundpreis und im Verbrauchspreis ist die Umsatzsteuer bereits enthalten.
Nähere Informationen zum Preis finden Sie in § 4 unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB).